Grenzenlose Agilität

Zusammenarbeit über Standorte, Länder und Zeitzonen hinweg.

Product Owner in Deutschland. Entwicklung in Osteuropa. Umsetzung auf einem anderen Kontinent. Stakeholder in mehreren Ländern. Dazu Homeoffice, unterschiedliche Zeitzonen und Menschen, die sich nur selten persönlich begegnen.

Für viele Unternehmen ist das längst Normalität.

  • Product Owner in Deutschland
  • Entwicklung in Osteuropa
  • Umsetzung auf einem anderen Kontinent
  • Stakeholder in mehreren Ländern
  • Product Owner in Deutschland
  • Entwicklung in Osteuropa
  • Umsetzung auf einem anderen Kontinent
  • Stakeholder in mehreren Ländern

Damit verändert sich die Zusammenarbeit. Vieles, was im gemeinsamen Büro beiläufig funktioniert, muss in verteilten Teams bewusst ermöglicht werden: Informationen finden, Entscheidungen nachvollziehen, gemeinsam Lösungen entwickeln, Feedback erhalten und verstehen, woran andere gerade arbeiten.

Genau hier liegt ein besonderer Schwerpunkt von Agile Lions.

Je geringer die physische Nähe, desto höher die Anforderungen an die Kollaborationsinfrastruktur.

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Infrastruktur für Zusammenarbeit

Eine Stadt funktioniert, weil Straßen, Schienen, Strom, Wasser und Kommunikationsnetze vorhanden sind.

  • Straßen
  • Schienen
  • Strom
  • Wasser
  • Kommunikationsnetze

Bei Zusammenarbeit ist es ähnlich.

Ein Team kann aus hervorragenden Menschen bestehen und trotzdem permanent Reibungsverluste erzeugen, wenn Informationen schwer auffindbar sind, Entscheidungen verschwinden, Zuständigkeiten unklar bleiben oder für jede Abstimmung ein Meeting notwendig wird.

Drei Ebenen spielen dabei zusammen:

  • Physische Infrastruktur

    Büros, Projekträume, Arbeitsplätze und technische Ausstattung.

  • Digitale Infrastruktur

    Identitäten, Geräte, Zugänge, Netzwerke, Berechtigungen, Software und Datenzugriff.

    Sie beantwortet die Frage:

    Kann diese Person technisch arbeiten?

  • Kollaborationsinfrastruktur

    Sie beantwortet die weitergehende Frage:

    Kann diese Person mit allen anderen wirksam zusammenarbeiten?

Kollaborationsinfrastruktur beschreibt die Strukturen, Systeme, Arbeitsräume und Regeln, die gemeinsame Arbeit über Organisations-, Standort-, Sprach- und Zeitzonengrenzen hinweg ermöglichen.

Vier Bereiche greifen ineinander

Kollaborationsinfrastruktur

04 / 04

Administration

  • Was wird gerade getan?
  • Wer arbeitet woran?
  • Wie weit ist die Arbeit?
  • Wo bestehen Abhängigkeiten oder Blockaden?

Im Zentrum

Im Zentrum kann AI diese Infrastruktur auf ein neues Level heben und Wissen, Kommunikation und Zusammenarbeit enger miteinander verbinden.

  • 01 / 04

    Communication

    Wo wird informiert, diskutiert und abgestimmt?

    Welche Kommunikation ist offen sichtbar und welche gehört in einen kleineren Kreis?

  • 02 / 04

    Collaboration

    Wo entstehen gemeinsam Ideen, Konzepte und Lösungen?

    Wie funktionieren direktes Feedback und gemeinsames Arbeiten im virtuellen Raum?

  • 03 / 04

    Documentation

    Wo liegt explizites Wissen?

    Wie wird es strukturiert, aktuell gehalten und wiedergefunden?

  • 04 / 04

    Administration

    Was wird gerade getan?

    Wer arbeitet woran?

    Wie weit ist die Arbeit?

    Wo bestehen Abhängigkeiten oder Blockaden?

Ein Tool ist noch keine Kollaborationsinfrastruktur

Microsoft Teams, Jira, Azure DevOps, Miro oder Confluence sind einzelne Bestandteile.

Entscheidend ist ihr bewusst gestaltetes Zusammenspiel.

Jedes Medium bekommt eine Funktion.

  • Wie wird gearbeitet?

    Dokumentation und gemeinsame Vereinbarungen
  • Was wird gemacht und wie weit ist die Arbeit?

    Arbeitssystem, Backlog und PBIs
  • Wo wird gemeinsam eine Lösung entwickelt?

    visueller Arbeitsraum
  • Wo wird diskutiert und informiert?

    Kommunikationskanäle

Die konkrete Toollandschaft kann unterschiedlich aussehen. Entscheidend ist die Logik zwischen den Werkzeugen.

Wenn Informationen überall liegen

Eine schwache Kollaborationsinfrastruktur zeigt sich häufig schnell:

Informationen liegen gleichzeitig in E-Mail, Teams, SharePoint, Jira, Confluence, Miro, PowerPoint und Excel.

  • Die aktuelle Version ist unklar.

  • Entscheidungen werden mehrfach diskutiert.

  • Menschen fragen nach Informationen, die bereits vorhanden sind.

  • Meetings kompensieren fehlende Transparenz.

Das Problem liegt dann im Zusammenspiel der Arbeitsumgebung.

Shared Context und Informationssymmetrie

Autonomie braucht Kontext.

Menschen können eigenständig entscheiden, wenn ausreichend Information, Kontext, Kompetenz und Entscheidungsraum vorhanden sind.

Fehlt Kontext, entstehen Annahmen oder unnötige Eskalationen.

In internationalen Teams wird das besonders sichtbar.

  • Ein Standort kennt die Strategie.

  • Der Product Owner kennt Produkt und Anforderungen.

  • Entwickler kennen die PBIs.

  • Das Management kennt die Roadmap.

Jedes Teammitglied besitzt einen Ausschnitt des Gesamtbildes und trifft auf dieser Grundlage zunächst nachvollziehbare Entscheidungen. Fehlt der gemeinsame Kontext, entsteht schnell lokale Optimierung.

Informationssymmetrie bedeutet dabei nicht, dass jeder alles wissen muss.

Entscheidend ist:

Jeder kann unkompliziert auf die Informationen zugreifen, die für die eigenen täglichen Entscheidungen notwendig sind.

Der Informationsmarktplatz

  • Mit fünf Menschen lassen sich viele Informationen noch persönlich weitergeben.

  • Mit fünfzehn wird das schwieriger.

  • Mit fünfzig kann niemand mehr jeden notwendigen Informationsfluss bewusst planen.

Deshalb braucht es offene Arbeitsräume, in denen Informationen auch von Menschen wahrgenommen werden können, die ursprünglich gar nicht Teil einer Kommunikation waren.

  • Eine Frage in einem offenen Kanal.

  • Eine dokumentierte Entscheidung.

  • Ein geteilter Link.

  • Ein sichtbares Arbeitsergebnis.

So entsteht ein Informationsmarktplatz und damit ein Teil des informellen Informationsflusses, der in einem gemeinsamen Büro automatisch vorhanden wäre.

Synchron und asynchron in Balance

Fünf Menschen in einem einstündigen Meeting erzeugen fünf Personenstunden Aufwand.

Diese gemeinsame Zeit ist sinnvoll, wenn dadurch etwas vorankommt oder gelernt wird.

Nach einem guten Meeting besteht beispielsweise mehr Klarheit, eine Entscheidung wurde getroffen, etwas gemeinsam entwickelt oder eine neue Erkenntnis gewonnen.

Eine leistungsfähige Kollaborationsinfrastruktur verschiebt deshalb möglichst viel von

„Ich muss jemanden fragen.“

zu

„Ich kann es selbst herausfinden.“

Gemeinsame Zeit bleibt für Situationen, in denen Interaktion echten Mehrwert erzeugt.

Dafür müssen PBIs verständlich, Entscheidungen dokumentiert, Wissen auffindbar und Zusammenhänge sichtbar sein.

Transparenz reduziert Kontrollaufwand

Wenn Fortschritt schwer sichtbar ist, entstehen Statusmeetings, Reporting, Excel-Listen und zusätzliche Managementabfragen.

Damit wächst der Koordinationsaufwand.

  • Managementabfragen
  • Excel-Listen
  • Reporting
  • Statusmeetings

Ein Handlungsprinzip von Agile Lions lautet deshalb:

Status sollte, wo immer möglich, transparent und automatisiert entstehen.

Der aktuelle Arbeitsstand gehört dorthin, wo die Arbeit ohnehin stattfindet.

So wird Transparenz Teil der täglichen Zusammenarbeit und keine zusätzliche Reportingaufgabe.

Entfernung ist mehr als Kilometer

Internationale Zusammenarbeit kennt mehrere Formen von Distanz.

  • Räumlich

    Spontane Begegnungen und kurze Abstimmungen fehlen.

  • Zeitlich

    Eine Frage am Nachmittag erreicht die andere Seite möglicherweise erst am nächsten Arbeitstag.

  • Sprachlich

    Nuancen, implizite Erwartungen, Fachbegriffe und organisationale Abkürzungen werden unterschiedlich verstanden.

  • Organisatorisch

    Menschen arbeiten mit unterschiedlichen Führungssystemen, Zielen, Prozessen, Verträgen oder Incentives.

Kulturell und im Tagesrhythmus

Auch geringe geografische Entfernung kann die Zusammenarbeit stärker beeinflussen, als die reine Zeitverschiebung vermuten lässt.

Bei Teams auf der Iberischen Halbinsel beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland beispielsweise nur eine Stunde. Gleichzeitig kann ein anders strukturierter Tagesablauf die tatsächliche gemeinsame Arbeitszeit deutlich stärker reduzieren.

Entscheidend ist deshalb die reale Überschneidung im Arbeitsalltag und weniger die Entfernung auf der Landkarte.

Onsite-Experience in die virtuelle Welt übertragen

Remote-capable by design bedeutet, die Stärken persönlicher Zusammenarbeit bewusst auch virtuell zu ermöglichen:

  • gemeinsames Denken,
  • visuelle Zusammenarbeit,
  • schnelles Feedback,
  • informelle Information,
  • sichtbare Arbeit
  • und persönliche Verbindung.

Eine Videokonferenz allein schafft diese Erfahrung noch nicht – insbesondere dann nicht, wenn im schlechtesten Fall die Hälfte der Beteiligten ohne Kamera passiv zuhört.

Virtuelle Zusammenarbeit muss gestaltet werden.

AI als Teil der Kollaborationsinfrastruktur

AI erweitert die Möglichkeiten deutlich.

  • Wissen lässt sich schneller finden.

  • Große Informationsmengen können zusammengefasst werden.

  • Diskussionen und Entscheidungen werden leichter nachvollziehbar.

  • Information kann zwischen unterschiedlichen Formaten übertragen werden.

  • Dokumentation kann näher an der eigentlichen Arbeit entstehen.

Damit verbindet AI die vier Bereiche

  • Communication
  • Collaboration
  • Documentation
  • Administration

zunehmend miteinander.

Die Qualität der zugrunde liegenden Informationen bleibt dabei entscheidend.

Aus der Praxis

Internationale Zusammenarbeit gehört seit vielen Jahren zum normalen Arbeitsumfeld von Agile Lions.

Dazu zählen beispielsweise:

  • 13

    Stunden Zeitversatz

    Zusammenarbeit zwischen einem Team in Deutschland und der Umsetzung auf der anderen Seite der Welt.

  • 14

    Länder

    Ein Vorhaben über 28 Business Units in 14 europäischen Ländern.

  • Sechs

    Standorte in vier Ländern

    Zusammenarbeit von Südeuropa bis Indien.

  • Vier

    Kontinente

    Ein internationales Produktionsnetz mit Beteiligten auf mehreren Kontinenten.

  • Rund

    80

    Beteiligte

    Ein Programm an drei Standorten in zwei Ländern.

Die Konstellationen unterscheiden sich. Die grundlegende Frage bleibt:

Wie muss das gemeinsame Arbeitsumfeld gestaltet sein, damit Menschen unabhängig von ihrem Standort wirksam zusammenarbeiten können?

Grenzenlose Agilität

Internationale Teams brauchen eine Zusammenarbeit, die für ihre Realität gemacht ist.

  • Information muss auffindbar sein.

  • Kontext muss geteilt werden.

  • Arbeit muss sichtbar sein.

  • Gemeinsames Denken muss möglich bleiben.

  • Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein.

  • Und Menschen brauchen die Voraussetzungen, eigenständig handeln zu können.

Genau dafür steht die Kollaborationsinfrastruktur.

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