Wie wir starten

„Erst wenn ich weiß, was ich tue, kann ich tun, was ich will.“

Moshé Feldenkrais

Schritt für Schritt zu einem Scrum-Setup, das zur Realität passt.

Eine Zusammenarbeit beginnt mit einem gemeinsamen Bild davon, wie das Team arbeitet, wie Wert entsteht und unter welchen Bedingungen Ergebnisse geliefert werden.

Wie wir starten – sechs Schritte

Schritt 01: Die Natur der Arbeit

Passt Scrum zur Natur der Arbeit des Teams?

Scrum ist für komplexe Arbeit gemacht.

Deshalb beginnt die Zusammenarbeit mit einem Verständnis dafür, welcher Art die Arbeit des Teams tatsächlich ist und wie viel Unsicherheit darin steckt.

Damit sind wir in der Lage zu beurteilen:

Ist Scrum für diese Arbeit das richtige Werkzeug?

Wo ein empirisches Vorgehen sinnvoll ist, bietet Scrum einen starken Rahmen aus kurzen Zyklen, Feedback und Lernen.

Bei stärker planbarer oder wiederholbarer Arbeit können andere Vorgehensweisen besser geeignet sein.

Scrum where it makes sense.

Schritt 02: Wertschöpfung

Verstehen, was vor und hinter Scrum passiert.

Vor einem Planning ist bereits viel passiert.

Und auch nach einem Review geht die Wertschöpfung weiter.

  • Bedarfe entstehen.
  • Ideen werden entwickelt.
  • Entscheidungen werden vorbereitet.
  • Themen werden priorisiert.
  • Ergebnisse werden genutzt.
  • Feedback entsteht.
  • Weitere Stakeholder reagieren darauf.
  • Neue Erkenntnisse fließen zurück.

Scrum

Planning

Review

Scrum bildet einen Ausschnitt der gesamten Wertschöpfung ab.

Deshalb wird betrachtet, wie Scrum in diesen größeren Zusammenhang eingebettet ist.

Danach ist klarer, wie Mehrwert entsteht und welchen Beitrag das Team innerhalb der gesamten Wertschöpfung dazu leistet.

So wird sichtbar, welche Einflüsse vor und hinter dem eigentlichen Scrum-System für das Ergebnis relevant sind.

Schritt 03: Der Engpass

Herausfinden, was die Leistungsfähigkeit momentan begrenzt.

Nicht jede Verbesserung erzeugt den gleichen Effekt.

Ein Team kann an vielen Stellen gleichzeitig optimieren und trotzdem kaum vorankommen, wenn die eigentliche Begrenzung an einer anderen Stelle liegt.

Deshalb wird früh betrachtet, wo sich der momentan relevante Engpass befindet.

Danach lässt sich Energie dort einsetzen, wo sie den größten Unterschied machen kann.

Das schafft Fokus und hilft dabei, an der Stelle anzusetzen, an der Veränderung aktuell die größte Wirkung entfaltet.

Schritt 04: Stakeholder

Das Umfeld des Teams verstehen.

Team

  • Entscheidungen
  • Informationen
  • Feedback
  • Erwartungen
  • Entscheidungen
  • Informationen

Team

  • Erwartungen
  • Feedback

Produkte und Ergebnisse entstehen aus einem Team heraus, das in ein größeres System eingebettet ist.

Entscheidungen, Informationen, Feedback und Erwartungen kommen aus diesem Umfeld und wirken auf die Arbeit des Teams zurück.

Eine Stakeholder-Map macht die Beziehungen sichtbar, die für die Arbeit und das Outcome des Teams entscheidend sind.

Danach entsteht ein gemeinsames Bild davon, wer für Entscheidungen, Feedback und erfolgreiche Zusammenarbeit relevant ist.

Damit lässt sich Scrum sauber in das tatsächliche Umfeld des Teams einbetten.

Schritt 05: Kollaborationsinfrastruktur

Zusammenarbeit möglich machen.

Im Zentrum kann AI diese Infrastruktur auf ein neues Level heben und Wissen, Kommunikation und Zusammenarbeit enger miteinander verbinden.

01 / 04

Communication

Wo und wie wird informiert, diskutiert und abgestimmt?

Im Zentrum

Im Zentrum kann AI diese Infrastruktur auf ein neues Level heben und Wissen, Kommunikation und Zusammenarbeit enger miteinander verbinden.

  • 01 / 04

    Communication

    Wo wird informiert, diskutiert und abgestimmt?
    Welche Kommunikation ist offen sichtbar und welche gehört in einen kleineren Kreis?

  • 02 / 04

    Collaboration

    Wo entstehen gemeinsam Ideen, Konzepte und Lösungen?
    Wie funktionieren direktes Feedback und gemeinsames Arbeiten im virtuellen Raum?

  • 03 / 04

    Documentation

    Wo liegt explizites Wissen?
    Wie wird es strukturiert, aktuell gehalten und wiedergefunden?

  • 04 / 04

    Administration

    Was wird gerade getan?
    Wer arbeitet woran?
    Wie weit ist die Arbeit?
    Wo bestehen Abhängigkeiten oder Blockaden?

Ein Team kann fachlich hervorragend aufgestellt sein und trotzdem täglich Reibung erzeugen, wenn Informationen schwer auffindbar sind, Entscheidungen verschwinden oder Zusammenarbeit über Standorte hinweg nicht funktioniert.

Deshalb gehört auch das gemeinsame Arbeitsumfeld zum Start.

Besonders bei internationalen und verteilten Teams entscheidet die Kollaborationsinfrastruktur wesentlich darüber, wie wirksam Scrum im Alltag sein kann.

Mehr über Grenzenlose Agilität und Kollaborationsinfrastruktur

Danach ist sichtbar, ob die Voraussetzungen für Transparenz, Zusammenarbeit und schnelle Feedbackschleifen vorhanden sind.

Schritt 06: Scrum maßschneidern

Jetzt wird aus dem Rahmen ein funktionierendes System.

Erst auf dieser Grundlage werden Rollen, Events, Artefakte, Ziele und Feedbackschleifen auf Deine Umgebung maßgeschneidert.

Der Scrum Guide beschreibt seinen Rahmen bewusst als „purposefully incomplete“.

Genau darin liegt seine Stärke.

Scrum gibt zentrale Verantwortlichkeiten und Mechanismen vor. Die konkrete Ausgestaltung entsteht im jeweiligen Umfeld.

Dabei bauen wir auf den tausendfach empirisch bewährten Prinzipien von Scrum auf und maßschneidern deren Anwendung für Dein Team und Deine Organisation.

Der Kern bleibt:

Transparenz. Inspektion. Adaption.

Wenn sofortiges Handeln gefragt ist

Die sechs Schritte geben dem gemeinsamen Start eine klare Orientierung. Die tatsächliche Reihenfolge richtet sich nach der Situation.

Wenn offensichtlich ist, dass ein Team unmittelbar Unterstützung braucht, rückt die direkte Arbeit mit dem Team zuerst in den Vordergrund.

Wenn beispielsweise zu wenige vorbereitete PBIs für den nächsten Sprint vorhanden sind oder ein Team große Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung von Scrum hat, wird genau dort angesetzt.

Die weiteren Schritte werden anschließend parallel und Stück für Stück nachgezogen.

So entsteht früh Entlastung im Team und gleichzeitig der Blick auf das größere System, in das dieses Team eingebettet ist.

Denn Ursachen für Schwierigkeiten können innerhalb des Teams liegen, genauso wie in Entscheidungswegen, Abhängigkeiten, Stakeholderbeziehungen oder anderen Teilen der Organisation.

Erfahrung und Fingerspitzengefühl entscheiden, was in der jeweiligen Situation zuerst notwendig ist.

Ein gemeinsamer Start mit klarer Reihenfolge

Die einzelnen Schritte bauen aufeinander auf.

  1. Zuerst entsteht Klarheit darüber, ob Scrum zur Natur der Arbeit passt.

  2. Dann wird verstanden, wie Wert entsteht und wo die entscheidenden Begrenzungen liegen.

  3. Anschließend wird das Umfeld des Teams sichtbar.

  4. Darauf aufbauend wird der Scrum-Rahmen konkret ausgestaltet.

Damit bleibt während des gesamten Starts nachvollziehbar, warum ein Thema betrachtet wird und wozu es dient.

Ein klar abgegrenzter erster Schritt

Dieser gemeinsame Start kann auch als klar abgegrenzter Werkvertrag beauftragt werden.

Damit entsteht zunächst ein eigenständiges Ergebnis und eine belastbare Grundlage für die nächsten Entscheidungen.

Auf dieser Grundlage lässt sich anschließend entscheiden, welche Form der weiteren Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Ausgangslage besprechen